1984

1984_Motiv (c) Christof Wessling.jpg
Einlass: 19:30 Uhr
Neue Stadthalle Langen

32,80/ 30,60/ 28,40 Euro
inkl. Gebühren & Garderobe

 

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Schauspiel von George Orwell mit Jacques Breuer, Isabel Kott u.a.

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Sie sind auf einer Party. Am nächsten Tag schlägt ihnen Facebook die anderen Gäste als Freunde vor. Das kann bei einigem Nachdenken mulmige Gefühle auslösen. Weitaus drastischer ist die Vorstellung, eine Diktatur übernähme die Kontrolle, bekäme all unsere bei Google, Facebook, Twitter, Instagram, Amazon, Alibaba, Tencent, Baidu & Co. über Jahre freiwillig hinterlassenen Daten in die Hand und könnte damit nach Belieben Persönlichkeitsprofile und Selektionslisten erstellen. George Orwell kannte weder die horchende Alexa, weder Smart Homes, Smart Cities noch das chinesische Punktesystem, aber er hatte nachgedacht und eine schlimme Ahnung, als er Anno 1948 seinen Roman schrieb, dessen gedrehte Jahreszahl dem weltberühmten Buch seinen Titel verlieh. 1948 schien es ein Blick in eine sehr weit entfernte, dystopische Zukunft. Doch nun, mehr als 70 Jahre später, rücken uns die Visionen von George Orwell erst so richtig auf die Pelle.

Die Uhren schlugen 13. Es war ein kalter Tag im April. Winston Smith betrat seine Wohnung. Aus einer rechteckigen Metallscheibe an der Zimmerwand, die aussah wie ein etwas angelaufener Spiegel, ertönte die Stimme des Ansagers: „Produktion von Rohstahl. Plan 180 Prozent übererfüllt …“ Es war verboten, dieses Instrument abzustellen. Der Fernsehspiegel, so hieß es, war zugleich Sender und Empfänger. Jeder Ton, den Winston sprach, jede Bewegung, jeder Gesichtsausdruck konnte jederzeit im Hauptquartier der Gedankenpolizei gehört und gesehen werden. (Radiohörspiel 1984 nach George Orwell, RIAS, 1949).

Im Staat Ozeanien: Die allmächtige Einheitspartei überwacht alles und jeden rund um die Uhr. Überall hat der große Bruder seine Augen und Ohren – zum Wohle und zur Sicherheit aller Bürger, wie die Regierung versichert. Winston Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit. Er verfälscht die Geschichtsschreibung im Sinne des Regimes, schafft alternative Fakten und sorgt dafür, dass die Bewohner Ozeaniens selbst widersprüchlichste Informationen als wahr empfinden. In Winston aber gärt es. Er kann sich der totalitären Herrschaft nicht kritiklos beugen und begeht ein für ozeanische Maßstäbe schlimmes Verbrechen: Er denkt selbstständig und führt heimlich Tagebuch. Winston verliebt sich obendrein in seine Kollegin Julia, und beide beschließen, Kontakt zum Widerstand im Untergrund aufzunehmen. Doch die Gedankenpolizei hat sie bereits im Visier…

Winston Smith saß in einer fensterlosen Zelle. So also sah es im Ministerium der Liebe aus. Sie führten ihn in ein leeres Zimmer.
„Warum, glauben Sie, sind Sie hier, Smith?“
„Um Geständnisse abzulegen.“
„Nein, Smith, uns liegt nichts an Geständnissen, uns liegt daran, Ihr Gehirn, Ihre Seele für uns zu gewinnen, ha."

www.isabelkott.de

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