Reginas Gäste: Mechthild Großmann

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Einlass: 16:30 Uhr
Neue Stadthalle Langen

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Regina Heidecke im Gespräch mit Schauspielerin Mechthild Großmann

Alle Theater | Kunst/Kultur | Neue Stadthalle Langen

Wenn sie auf dem Bildschirm auftaucht, werden sogar Jan Josef Liefers und Axel Prahl zu Nebendarstellern. Doch Mechthild Großmann ist weit mehr als die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm im Tatort aus Münster. Über ihr Leben und ihre Arbeit spricht die Schauspielerin, Tänzerin und Sprecherin am Sonntag, 3. Oktober, 17 Uhr, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reginas Gäste“ in der Neuen Stadthalle Langen mit der Journalistin Regina Heidecke.

Man erkennt als erstes ihre Stimme. Diese raue, kratzige, tiefe Männerstimme ist ihr Markenzeichen und ihr Kapital. Sie hat diese Stimme angeblich schon seit ihrer Kindheit – ein genetischer Defekt, erzählt sie.

Mechthild Großmann ist Schauspielerin, war über Jahrzehnte eine der aufregendsten Tänzerinnen im Wuppertaler Tanztheater von Pina Bausch und liest seit vielen Jahren erfolgreich Hörbücher ein. Sie wird zu Lesungen geladen, ist Gast an vielen Theatern und tritt in Filmen und im Fernsehen auf.

Die meisten Menschen kennen Mechthild Großmann als schräge Staatsanwältin Wilhelmine Klemm im Tatort aus Münster. Als Person ist sie eine imposante Erscheinung: Mit schwarz gelockter Mähne, die ihr wallend über die Schultern fällt, stapft sie stets mit High Heels an den Ort des Verbrechens, auch mitten in der Nacht und selbstverständlich Zigarette rauchend. Die blaugrau bis grün schimmernden Augen schauen skeptisch oder neugierig in die Welt, immer vielsagend strahlen sie mal Verblüffung, Irritation, Schadenfreude oder Ärger aus. Die Rolle, die Mechthild Großmann seit 2002 verkörpert, ist für die Ermittlungen eigentlich unerheblich. Sie soll der Störenfried sein, der den Kollegen Thiel und Boerne ab und zu die Show stiehlt.

Jemand wie Mechthild Großmann ist prädestiniert für bestimmte Rollen, Milieus, Charaktere – und das hat mit ihrer Stimme und mit ihrer Erscheinung zu tun. Wie geht sie damit um, fühlt sie sich dadurch festgelegt, eingeengt? Das Gespräch mit dieser ungewöhnlich vielseitigen Künstlerin taucht ein in die Welt des Theaters, des Tanztheaters, des Films und in das Medium der Sprache und Literatur. Was das für ein fragiler Beruf ist, Schauspielerin, Künstlerin, das hat sich gerade in der Pandemie gezeigt. Plötzlich wurde die Welt der Kultur neben Bordellen und Fitnesszentren abgeschoben in den Freizeitbereich, wurde abgewertet und geringgeschätzt, trotz Sonntagsreden über den Wert der Kultur. Darüber wird Regina Heidecke mit Mechthild Großmann reden. Und auch darüber, was die MeToo-Bewegung am Theater ausgelöst hat und wie sich die Kunstfreiheit auswirkt. Aber selbstverständlich widmet sich das Gespräch auch der Deutschen heiligster Fernsehkuh, der Sendung Tatort.

Mechthild Großmann, Jahrgang 1948, wuchs in Münster auf. Sie nahm Ballettunterricht, tanzte professionell und machte in Hamburg eine Schauspielausbildung. Ihre ersten Stationen als Schauspielerin absolvierte sie bei den berühmtesten Intendanten und Regisseuren der 70er Jahre: in Bremen bei Kurt Hübner, in Stuttgart bei Claus Peymann und in Bochum bei Peter Zadek. Als Pina Bausch die Schauspielerin entdeckte, hatte diese den Namen der wohl bedeutendsten Choreografin ihrer Zeit noch nie gehört. Das war 1976, und seitdem verkörperte Mechthild Großmann viele der wichtigen Rollen in Pina Bauschs Werk. Beispielsweise im Stück „Er nimmt sie bei der Hand und führt sie in das Schloss, die anderen folgen“, in der Mechthild Großmann die Macbeth-Fabel nicht nur in Märchenform nacherzählt, sondern dazu ihre Kostüme wechselt wie eine Anziehpuppe, die Röcke lüpft, Grimassen schneidet, sich schminkt und abwechselnd die Muskeln spielen lässt. Der Premierenabend wurde zu einem wahren Theaterskandal, wie viele der Stücke von Pina Bausch am Beginn ihrer Karriere. In dem Stück „Keuschheitslegende“ verkörpert Mechthild Großmann eine Art Domina, die Textpassagen aus Ovids Liebeskunst liest und dazu Kopulationspositionen vorführt. Inzwischen hatten sich die Zuschauer gewöhnt an die neue Körpersprache im Tanztheater.

In der Veranstaltung „Reginas Gäste“ wird das Publikum natürlich auch mehr erfahren über das Geheimnis des Wuppertaler Tanztheaters, das nach wie vor einzigartig ist und die Zuschauer auf der ganzen Welt noch immer in ihren Bann zieht.

Regina Heidecke hat in Frankfurt Soziologie, Germanistik und Philosophie studiert, war ab 1978 Redakteurin der Kulturredaktion beim Hessischen Rundfunk sowie von 2001 bis 2014 Schlussredakteurin der Sendung Kulturzeit bei 3sat.

Als Filmemacherin realisierte sie für den Hessischen Rundfunk, arte und 3sat Features und Porträts in den Bereichen Theater, Tanz und Ballett, aber auch Magazinbeiträge zu gesellschaftlichen und politischen Themen, sowie Reisefilme. Daneben war sie viele Jahre als Ballettkritikerin für hr2 tätig. Als Redakteurin bei Kulturzeit hat sie sich vermehrt den Themen Politik, Bildung, kritischer Journalismus sowie Fragestellungen zum Islam und dem Nahen Osten zugewendet. Ganz besonders am Herzen lag ihr die Ausbildung und Betreuung von jungen Journalisten und Filmemachern aus Ländern wie dem Irak, Tunesien, Pakistan und Afghanistan in Kooperation mit ifa-Institut für Auslandsbeziehungen. In Workshops hat sie mit dem Goethe-Institut in Syrien, mit dem IWPR – Institute für War and Peace Reporting im Nordirak, sowie mit dem SES – Senior Expert Service in Indonesien zusammengearbeitet. Seit 2015 ist Regina Heidecke freie Journalistin.

 

Corona-Regelungen in der Neuen Stadthalle Langen (NSL)

Der Besuch der Veranstaltung ist ausschließlich unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) gestattet und wird beim Betreten kontrolliert. Den Nachweis bitte in digitaler oder analoger Form vorzeigen.

Auf die jeweils aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen wird geachtet. In der NSL ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, diese darf aber am Sitzplatz abgelegt werden. Markierungen und Hinweisschilder sind angebracht, Desinfektionsmittel ausreichend vorhanden. Die Klima- und Lüftungsanlage arbeitet mit 100% Frischluftzufuhr - keine Umluft, reine Abluft. Getränke, die im Foyer der NSL erworben werden können, dürfen mit in den Saalbereich genommen werden - das gilt ebenso für die Garderobe.

Grundsätzlich gilt aber auch: Die Eigenverantwortung endet nicht mit Betreten der Neuen Stadthalle Langen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

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