Monsieur Claude und seine Töchter

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Einlass: 19.30 Uhr
Neue Stadthalle Langen

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Komödie nach dem gleichnamigen Kinohit von Philippe de Chauveron und Guy Laurent

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Vorhäute und Bombenstimmung, titelte die WIENER ZEITUNG im September 2016 zur Uraufführung von Monsieur Claude und seine Töchter im Wiener Theater in der Josefstadt und listet sogleich die Tabuthemen auf, über die Claude beim Weihnachtsessen nicht sprechen darf: Kein Israel. Kein Dalai Lama. Keine Burka. Und natürlich kein Fußball. Das gut situierte Leben von Monsieur Claude Verneuil und seiner Frau Marie könnte so schön sein. Sie haben vier hübsche Töchter. Claude ist stolzer Franzose, erfolgreicher Notar, stockkonservativer Gaullist und erzkatholisch. Am glücklichsten ist er, sind sie, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie es immer waren. Und deswegen tut es Claude in der Seele so weh: Drei seiner Töchter sind inzwischen verheiratet und die Schwiegersöhne sind zwar tatsächlich Franzosen, aber irgendwie doch nicht so, wie sich Claude Franzosen vorstellt - und keiner ist Katholik. Tochter Adéle hat einen erfolglosen jüdischen Geschäftsmann geheiratet, Isabelle hat sich den Muslim Abderazak auserwählt und Michelle wurde die Gattin des Bankers Chao Ling. Eine Weihnachtsfeier mit einem Juden, einem Moslem und einem Chinesen. Die Weihnachtsfeier und die angeheiratete Multikulturalität sind für Monsieur Claude eine harte, eine wirklich harte Probe; in seine französische Lebensart platzen unvermittelt andere Welten hinein und in Sachen Vorurteile und Tunnelblick stehen sich sowohl Claude als auch seine drei Schwiegersöhne in nichts nach und sind mit Feuereifer dabei. Da ist die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen – Gottseidank! – französischen Katholiken zu heiraten, Musik in den Ohren der Eheleute Verneuil. Doch als sie ihrem zukünftigen vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Aber auch Charles‘ Familie von der Elfenbeinküste knirscht wegen dieser Partie mächtig mit den Zähnen: Du hättest uns schon vorwarnen können, dass deine Eltern weiß sind. Und Claude schaut in sein afrikanisches Spiegelbild.

Die WIENER ZEITUNG kommt mit Blick auf die Inszenierung, die nun nach Langen kommt, zu folgendem Ergebnis: Rassismuskomödie – das ist ein schwieriges Genre (…). Und tatsächlich läuft einem bei manchem Witz trotz schallendem Lachen gleichzeitig ein Schauer über den Rücken. Das gute Ensemble schaffe es aber, das Bizarre an den Situationen munter herauszuschälen und die ganze Lächerlichkeit bornierter Vorurteile deutlich zu machen. Und wie die beiden Schwiegerväter – Claude aus Frankreich und André von der Elfenbeinküste – am Ende Freunde werden, das ist entlarvend und rührend zugleich. Nüchtern gesagt, das Stück liefert auf sympathische und humorvolle Weise Denkanstöße für Toleranz und ein friedliches Miteinander.

www.ralfnovak-schauspieler.de - www.laura-antonella-rauch.com - www.feedenise.de

 

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